Lars Seidensticker (Pro D) beweist (hell- oder dunkel-) seherische Fähigkeiten (Glosse)

Vier Tage nach dem in Medienberichten veröffentlichten und von „Pro Deutschland“ als Inszenierung bzw. Falschmeldung in Verbindung mit Verschwörungstheorien bestrittenen Übergriff der Wahlkampfhelfer und „Pro-Deutschland“-Mitglieder Detlev Schwarz und Oliver Ackermann auf einen „Deutsch-Syrer und einen Zivilpolizisten“ soll nun lt. „Pro Deutschland“ der Landesvorsitzende Lars Seidensticker Opfer zuerst eines Säure-Attentates bzw. später korrigiert eines Pfefferspray- Angriffes geworden sein. Weitere Einzelheiten sind derzeit zwar keine bekannt, aber schon kurz darauf war für „Pro Deutschland“ klar, dass es sich bei dem Täter „dem ersten Vernehmen nach nicht um einen muslimischen Zuwanderer, sondern um einen deutschen Linksextremisten“ handeln soll. Was dem „ersten Vernehmen nach“ bedeutet, bleibt zwar offen, aber zum Glück konnte sich Lars Seidensticker vor dem Vermummten (!) in einen Hauseingang retten, wohl nicht ohne vorher in das Innere des Täters geblickt zu haben. So konnte er die Öffentlichkeit scheinbar ganz erstaunt (sonst wäre es wohl keine Erwähnung wert gewesen?) zumindest darüber aufklären, dass der Angreifer weder muslimischen Glaubens noch Zuwanderer bzw. bei ihm gehört ja offensichtlich beides untrennbar zusammen, gewesen sei. Darüber hinaus scheint ihn der Täter nicht nur über seine Herkunft und Religion aufgeklärt, sondern außerdem seine Staatsangehörigkeit sowie seine politische Motivation gebeichtet zu haben. Ob er auch seinen Namen und seine Anschrift bekannt gegeben hat, offenbarte Lars Seidensticker bisher nicht. Aber bei so viel Mittteilungsbedürfnis und Entgegenkommen durch den vermeintlichen Täter, wäre es zumindest kein Wunder und „Pro Deutschland“ könnte zumindest die Forderung nach mehr Polizei bzw. Sicherheits- und Überwachungsstaat getrost ad acta legen.