Hilfswerk MISEREOR verwahrt sich gegen Instrumentalisierung durch Rassisti_innen von „Pro Deutschland“

Die rassistische Partei „Pro Deutschland“ hat auf ihrer Webseite scheinbar versucht, ihrem Wahlkampfauftritt am 30. Juni im Rathaus Kreuzberg mit Hilfe eines Auszuges von einem Plakat des Hilfswerkes „MISEREOR“ einen demokratischen Anstrich zu verleihen und dessen Inhalt in ihrem Sinne zu verkürzen und zu instrumentalisieren. MISEREOR teilte auf Nachfrage mit: „Misereor hat Pro Deutschland schriftlich unter Hinweis auf urheberrechtliche Verstöße aufgefordert, das „Foto“ von der Website zu entfernen. Zudem hat Misereor auf den vollständigen Text dieses Plakates hingewiesen (Mut ist, da hin zu gehen, wo andere fliehen. Wir unterstützen die Mutigen, die sich für Flüchtlinge in Afrika einsetzen. Ihre Spende hilft! www.misereor.de). “ Mittlerweile ist das Foto mit dem Hinweis auf das Plakat von „MISEREOR“ (der eingestellte, verkürzte Auschnitt soll in Kreuzberg fotografiert worden sein), die das Hilfswerk ungewollt in einen Zusammenhang mit den rassistischen Inhalten und Argumentationslinien der Rechtspopulist_innen von „Pro Deutschland“ stellte, von der Webseite entfernt worden. Hingewiesen sei hier in diesem Zusammenhang auch noch einmal auf die rassistischen und diskriminierenden Kampagnen von „Pro Deutschland“ gegen angebliche Asylbertrüger_innen und Unterkünfte für Asylsuchende in Berlin.